Aktuelles

11.07.17 Rubrik: Aktuelles

Evaluationsbericht zur Qualifizierungsreihe „Gut zusammen arbeiten“ erschienen


Im Jahr 2016 wurde erstmals eine gemeinsame Weiterbildung für und mit Haupt- und Ehrenamtlichen in sozialen Organisationen durchgeführt. Der Fokus der Qualifizierung lag auf der gelingenden Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen. Dieses Qualifizierungsmodell wurde evaluiert. Die zentralen Erkenntnisse der Fortbildung selbst sowie der begleitenden Evaluation wurden nun in einem Abschlussbericht vorgelegt.

Die Evaluation bestätigt sowohl die Wichtigkeit eines gemeinsamen Fortbildungsangebotes für Haupt- und Ehrenamtliche als auch die Passgenauigkeit des Konzepts. Auswahl der Referentinnen, Themenzuschnitt und methodische Durchführung haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Teilnehmenden in einen vertrauensvollen und intensiven Austausch- und Lernprozess eintreten konnten. Fragen zu den jeweiligen Rollen, Grenzen und Anforderungen zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen wie auch zur Gewinnung von Ehrenamtlichen beschäftigten die Teilnehmenden am stärksten. Klare und offene Kommunikation in diesen Bereichen sowie die Akzeptanz des Anderssein konnten als zentrale Erfolgskriterien herausgearbeitet werden, die zu mehr Sicherheit im Umgang miteinander und beidseitiger Zufriedenheit in der Zusammenarbeit beitragen.

Darüber hinaus zeigen die Evaluationsergebnisse, dass Ursachen von Konflikten nicht unmittelbar in der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen begründet liegen. Vielmehr gilt es, verstärkt die strukturelle Einbettung des Ehrenamts in die Organisation mit in den Blick zu nehmen. Dazu gehört vor allem, die Organisation auf allen Ebenen – Vorstand, Leitung, Aktive – mit einer entsprechenden Kommunikations- und Anerkennungskultur auszufüllen. Außerdem ist es wichtig, gemeinsame Lernorte für Haupt- und Ehrenamtliche zu schaffen, um das Potential des freiwilligen Engagements optimal und langfristig zu fördern.

Das Qualifizierungskonzept wurde vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (Landesleitstelle „Gut leben im Alter“) gemeinsam mit dem Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz gemeinnützige GmbH (ism) und dem Sozialpädagogische Fortbildungszentrum des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung (SPFZ) entwickelt. Unterstützt und begleitet wurde das Vorhaben durch das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz (Servicestelle „Netzwerk Familie stärken“), der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz (Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung) und dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MWWK).

Den Evaluationsbericht finden Sie hier

Im August startet eine zweite Runde der Qualifizierungsreihe. Weitere Informationen finden Sie hier