Dialogprozessbeschreibung
In die Zukunft der Kinder, Jugendlichen und Familien investieren - Für starke kommunale Strukturen und eine zukunftsfähige Kinder- und Jugendhilfe
Die Kinder- und Jugendhilfe stellt heute von den Frühen Hilfen, über die Kindertagestätten bis hin zum Kinderschutz die größte soziale Infrastrukturleistung in unserer Gesellschaft für alle jungen Menschen und Familien dar. Wenn aber über Investitionen in die Infrastrukturen unserer Gesellschaft gesprochen wird, wird vor allem über Brücken, Straßen etc. diskutiert oder die Bildungseinrichtungen genannt.
Bisher wird die Infrastruktur der Kinder- und Jugendhilfe, die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung zwar in unterschiedlichen Ein-zelperspektiven angesprochen wird, zu wenig beachtet. Dabei ist sie weit mehr als nur ein ergänzendes System zur Schule oder Familie.
Kinder- und Jugendhilfe begleitet, unterstützt, schützt und stärkt junge Menschen in den Kommunen, verantwortet den Kinderschutz und trägt maßgeblich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, zur sozialen Sicherheit, Bil-dungsgerechtigkeit und Demokratiebildung bei.
Gerade angesichts der aktuellen Herausforde-rungen in Kindheit, Jugend und von Familien ist es von entscheidender Bedeutung, die Inf-rastrukturen der Kinder- und Jugendhilfe zu stärken und nachhaltig abzusichern. Nur so können die Zukunftsherausforderungen eines verbesserten Kinderschutzes, einer inklusiven Angebotsstruktur, des Fachkräftebedarfs, digitalisierter Verfahrensabläufe und einer de-mokratieförderlichen Kinder- und Jugendarbeit geleistet werden.
Dabei koordiniert die Kinder- und Jugendhilfe vor Ort die Zusammenarbeit mit den Schulen, den anderen Sozialen Diensten in Kindheit, Jugend und Familie sowie mit den Gesundheits-diensten.
Jetzt bedarf es einer gemeinsamen Gesamtstrategie zwischen Bund, Ländern und Kommunen, um – auch finanziell – die Kinder- und Jugendhilfe nachhaltig zu sichern.
Nur wenn Bund, Ländern und Kommunen sich gemeinsam der Verantwortung stellen, können die entsprechenden Zukunftsherausforderungen gemeistert werden. Dies bedarf aber Investitionen, die bereit gestellt werden müssen.
Im März 2025 rief die ism gGmbH dazu auf, in die Zukunft der Kinder, Jugendlichen und Familien zu investieren - Für starke kommunale Strukturen und eine zukunftsfähige Kinder- und Jugendhilfe.
Den Aufruf mit dem aktuellen Stand der Unterzeichnenden finden Sie >>hier.
Der überwältigende Zuspruch für unseren Aufruf bewegte uns, gemeinsam mit unseren Kooperationspartner:innen ein erstes Dialogforum zu organisieren.
Den Tagungsbericht des Dialogforums vom 20. Oktober 2025 finden Sie >>hier.